Die naturräumlichen Grundlagen bestimmen maßgeblich die ökologischen Bedingungen einer Landschaft. So sind Vegetation und Fauna ohne die naturräumlichen Grundlagen kaum zu verstehen. Die Wirkungen auf den Naturhaushalt sind dabei vielfältig, und sie beeinflussen sowohl die abiotischen Bedingungen einzelner Biotoptypen als auch deren Lebensgemeinschaften. Land- und Forstwirtschaft, Wassernutzung, aber auch Siedlungs- und Industriegebiete orientieren sich bis heute an den morphologischen, klimatischen, geologischen, hydrographischen und bodenkundlichen Bedingungen. Auch der Kulturraum ist demnach nicht ohne seine natürlichen Grundlagen zu verstehen, auf die er andererseits unmittelbar oder mittelbar zurückwirkt. So sind die naturräumlichen Grundlagen heute in vielen Bereichen nicht mehr alleine maßgebend für die ökologischen Bedingungen einer Landschaft. Vielfach ist die Tätigkeit des Menschen in weitaus größerem Maße landschaftsökologisch wirksam.

In diesem Kapitel werden diese Beziehungen zwischen Natur- und Kulturraum und der Avifauna sowie ihrer Dynamik am Beispiel der Hagener Avifauna aufgezeigt. Der Mensch und sein Wirken nehmen seit historischer Zeit erheblichen Einfluss auf die Landschaft und ihre Avifauna.